Obedience beim HSV Karlsbad
Obedience heißt übersetzt nichts anderes als „Gehorsam“. Doch wenn damit schon alles gesagt wäre, gäbe es wohl keine Obedience-Gruppe bei uns.
Aber was ist Obedience denn genau?
Obedience ist ein 4-stufiges Wettkampfprogramm (Klasse 0,1,2 und 3). Zunächst geht es darum, einen Hund so auszubilden, dass er sich Hunden und Menschen gegenüber neutral verhält, freudig in vielen Wendungen bei Fuß geht und einfachere Gehorsamsübungen (Sitz, Platz, Kommen, Apportieren,…) schnell und präzise ausführt.
Die Anforderungen steigen von Prüfungsstufe zu Prüfungsstufe, schließlich sitzt bzw. liegt der Hund 2 bzw. 4 Minuten bewegungslos in der Gruppe (3-7 Hunde) während der Hundeführer außer Sicht ist. Der Hund bleibt nicht nur in verschiedenen Gangarten bei Fuß, er geht auch seitwärts oder rückwärts, wenn der Parcours dies verlangt. Er wird beim Abrufen aus vollem Lauf mit einem Steh und einem Platz gestoppt .
Er wird vorausgeschickt zu einer kleinen Halbkugel, von der aus er in einer Übung nach rechts oder links in ein entsprechendes 3 x 3 m großes Viereck weitergeschickt wird und in der nächsten Übung beim Richtungsapport denjenigen Apportiergegenstand der drei ausgelegten bringt, das ihm sein Hundeführer anzeigt.
Dazu kommt noch der Metallapport über die Hürde, die Geruchsunterscheidung, bei der der Hund das Hölzchen von 6 herausfindet und zurückbringt, das der Hundeführer zuvor angefasst hat und als 10. Übung die Distanzkontrolle bei der der Hund in größerer Entfernung 6 Wechsel zwischen Platz, Sitz und Steh in unterschiedlicher Reihenfolge durchführt ohne sich dabei nach vorne oder hinten zu bewegen.
Durch die Prüfung wird man von einem Steward geführt, der sagt, wann was zu tun ist, z.B. Wendungen bei der Fußarbeit, Hund losschicken, Apportiergegenstand abnehmen.
Und was ist nun das Besondere an Obedience?
Beim Obedience kommt es bei vielfältigen Aufgabenstellungen auf „Perfektion in Harmonie“ an. Genau das macht Obedience manchmal anstrengend und schwierig aber darin liegt auch der Reiz dieser Sportart. Erfordert es doch beim Training ein konzentriertes Arbeiten von Mensch und Hund sowie Kreativität und Flexibilität, um den Hund auch bei vielen Wiederholungen bei der Stange zu halten. Eine der wesentlichen Stärken des menschlichen Teampartners muss eine Engelsgeduld sein, gepaart mit Fleiß und Durchhaltevermögen beim Feilen an Feinheiten um sich dieser Perfektion anzunähern.
Die Anstrengung hat sich spätestens dann gelohnt, wenn man das Strahlen im Gesicht von Hund und Mensch bei der Arbeit sieht, das zeigt, dass beide mit Freude und Eifer bei der Sache sind.
Übungsleiterin Birgit Steffen
Übungsleiterin Tiny Peters
Übungsleiterin Viola Knab

